Kantonale Umsetzung

Entwicklung in der Region

Eine Klimatransformation, die Kanton für Kanton Wurzeln schlägt

Die Klimatransformation der Schweizer Landwirtschaft wird möglichst nah am Geschehen aufgebaut, in der Vielfalt der Betriebe, der Sektoren und der kantonalen Agrarpolitiken.

Aus diesem Grund hat sich AgroImpact für eine schrittweise Einführung Kanton für Kanton entschieden, gestützt auf die bereits bestehenden landwirtschaftlichen Beratungsstrukturen und auf die von den kantonalen Behörden eingeführten Klimastrategien (FRI, Proconseil, AgriGenève, …).

Dieses Konzept ermöglicht es, echte Synergien zwischen privater Unterstützung und öffentlicher Politik zu schaffen. Mehrere Kantone unterstützen nämlich den Einstieg ihrer Betriebe in das Verfahren, indem sie die anfängliche Kohlenstoffbilanz ganz oder teilweise finanzieren. Die Beiträge der Agrar- und Lebensmittelunternehmen vergüten anschliessend die umgesetzten Klimaschutzbemühungen. Diese Bündelung öffentlicher und privater Mittel vervielfacht die Wirkung für die engagierten Landwirtinnen und Landwirte.

Konkret stützt sich AgroImpact in jedem Kanton auf Klimaberaterinnen und -berater, die innerhalb der lokalen landwirtschaftlichen Beratungsstrukturen ausgebildet wurden. Letztere sind es, welche die Landwirtinnen und Landwirte während des gesamten Verfahrens begleiten, von der anfänglichen Kohlenstoffbilanz bis zum Aufbau und zur Nachverfolgung des Aktionsplans über sechs Jahre.

AgroImpact vor Ort: Wo stehen wir?*

Karte der kantonalen Einführung von AgroImpact
  • Waadt: 10 Beraterinnen und Berater, 165 engagierte Betriebe, 86 gestartete Aktionspläne
  • Freiburg: 7 Beraterinnen und Berater, 20 engagierte Betriebe, 14 gestartete Aktionspläne
  • Jura: 6 Beraterinnen und Berater, 45 engagierte Betriebe, 22 gestartete Aktionspläne
  • Neuenburg: 6 Beraterinnen und Berater, 8 engagierte Betriebe, 4 gestartete Aktionspläne
  • Genf: 2 Beraterinnen und Berater, 36 engagierte Betriebe
  • Bern: 1 Berater, 7 engagierte Betriebe, 2 gestartete Aktionspläne

*Die Gesamtzahl der engagierten Betriebe beläuft sich Ende 2025 auf 281; bei insgesamt 205 ausgestellten ClimaCert-Bescheinigungen erklären sich die Abweichungen durch die in Bearbeitung befindlichen Betriebe und die methodischen Überschneidungen zwischen den Kantonen.

Insgesamt sind es Ende 2025 3’816 analysierte Parzellen und 125’758 Tonnen CO₂-Äq., die im gesamten System nicht emittiert oder gespeichert wurden.
2026 weitet AgroImpact den Ansatz auf die Deutschschweiz aus. Ziel ist es, bis Anfang 2027 1’000 Betriebe und bis 2028 5’000 Betriebe zu begleiten.
Beratungspartner in jedem Kanton
Um sich bei AgroImpact zu engagieren, wenden sich die Landwirtinnen und Landwirte an ihre gewohnte landwirtschaftliche Beratungsstruktur. Wir arbeiten mit folgenden Partnern zusammen:
  • Waadt: Proconseil
  • Freiburg: Wechsel im Gange
  • Genf: AgriGenève
  • Neuenburg: Neuenburger Kammer für Landwirtschaft und Weinbau (CNAV)
  • Jura: Fondation rurale interjurassienne
  • Berner Jura: Fondation rurale interjurassienne

Mit der geografischen Ausweitung von AgroImpact kommen schrittweise weitere Beratungsorganisationen hinzu..
Kantonale Förderbeiträge für den Einstieg
Im Rahmen ihrer Klimapolitik unterstützen mehrere Kantone die Landwirtinnen und Landwirte, die in das AgroImpact-Programm einsteigen möchten, indem sie die anfängliche CO2-Bilanz ganz oder teilweise finanziell unterstützen.

Kantonale Unterstützungen für die Diagnose sind derzeit in den Kantonen Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg und Waadt verfügbar. Die Modalitäten, die Beträge und die Zugangsbedingungen variieren von Kanton zu Kanton.

Um die in Ihrem Kanton verfügbaren Unterstützungen zu erfahren, wenden Sie sich direkt an Ihre Beraterin oder Ihren Berater für die Landwirtschaft.

Möchten Sie sich für das ClimaCert-Verfahren anmelden?

Sind Sie Landwirtin oder Landwirt und möchten sich für die Klimawende engagieren? Hier können Sie sich über die Anmeldebedingungen und die einzelnen Schritte der ClimaCert-Initiative informieren.