Die Klimatransition beschleunigen, indem Lösungen zur Messung der Reduktion von Treibhausgasemissionen und der Erhöhung der Kohlenstoffspeicherung in Böden angeboten werden.
Freiwillige Landwirt*innen können eine CO₂-Bilanz erstellen, einen Aktionsplan umsetzen und anschließend auf Klimaprämien und die ClimaCert-Bescheinigung zugreifen.
als Lebensmittelunternehmen
Die Klimatransition beschleunigen, indem Lösungen zur Messung der Reduktion von Treibhausgasemissionen und der Erhöhung der Kohlenstoffspeicherung in Böden angeboten werden.
Freiwillige Landwirt*innen können eine CO₂-Bilanz erstellen, einen Aktionsplan umsetzen und anschließend auf Klimaprämien und die ClimaCert-Bescheinigung zugreifen.
als Lebensmittelunternehmen
26. März 2026
Am 26. März haben die Mitglieder von AgroImpact eine positive Bilanz gezogen und die nächsten Etappen der klimatischen Transformation des Agrarsektors eingeleitet. «Die Dekarbonisierung der Landwirtschaft und der Lebensmittelkette ist eine politische, technische und gesellschaftliche Selbstverständlichkeit. Mit AgroImpact ist es nun möglich, Ergebnisse zu erzielen, die nicht nur der Landwirtschaft, sondern der gesamten Gesellschaft zugutekommen», betonte Präsident Claude Baehler in seiner Eröffnungsrede.
In zwei Jahren hat AgroImpact bereits 205 Betriebe in sechs Kantonen begleitet, zur Reduzierung von 125’758 Tonnen CO₂-Äquivalenten beigetragen (nicht emittiert oder gespeichert), 14,3 Millionen Franken auf der Plattform engagiert und bereits 3,97 Millionen Franken an Prämien an die Landwirte für einen Zeitraum von 6 Jahren vergeben – als Anerkennung ihrer Bemühungen zur Reduzierung ihrer Emissionen und zur Erhöhung der Kohlenstoffspeicherung in ihren Böden. Mit acht Landwirtschaftskammern, die AgroImpact angehören, dem Beitritt neuer Industriepartner und Händler von nationaler Bedeutung sowie insgesamt 52 Mitgliedern aus der gesamten Schweizer Wertschöpfungskette, positioniert sich die Plattform als unverzichtbares Kompetenzzentrum an der Schnittstelle zwischen Landwirtschaft und Klima. Das Ziel ist es, bis Anfang 2027 1’000 Betriebe zu begleiten und bis 2028 auf 5’000 zu wachsen.
Nach der Schulung landwirtschaftlicher Berater in verschiedenen Deutschschweizer Kantonen werden bald Pilotprojekte mit dem Beitritt von Betrieben im Kanton Thurgau, im französischsprachigen Teil des Kantons Bern, in Aargau und in Zürich starten.
Zwei Prioritäten wurden angekündigt. Einerseits die Vereinfachung der Prozesse durch neue digitale Carbon-Diagnose-Tools, die zugänglicher und kostengünstiger sind, um den Einstieg der Betriebe in das Programm zu erleichtern und gleichzeitig mit den internationalen wissenschaftlichen Standards im Einklang zu bleiben. Andererseits die Entwicklung eines Biodiversitätsindikators, der gemeinsam vom WWF mit Wissenschaftlern und Landwirtschaftsorganisationen entwickelt wird, um über die Klimafrage hinaus die Gesamtheit der Bemühungen der Landwirte für die Gesundheit ihrer Böden und Ökosysteme zu messen. Dieser neue Indikator soll die Biodiversität auf den landwirtschaftlichen Betrieben verbessern und die Anstrengungen der Landwirte in diesem Bereich belohnen – nach demselben Prinzip wie der Klimaindikator für die CO₂-Reduktion. Die Finanzierung biodiversitätsfördernder Massnahmen wird es beitragszahlenden Unternehmen ermöglichen, ihre SBTn-Ziele zu erreichen. Eine Pilotphase beginnt im Juni, mit einem endgültigen Instrument bis 2028.
Die Generalversammlung hat ausserdem einen neuen Vorstand gewählt, das einen weiteren Schritt in der nationalen Verankerung der Governance markiert. Marc Benoit (Landwirt) übernimmt das Präsidium von Claude Baehler. Er wird von vier neuen Mitgliedern unterstützt: Peter Spring (HAFL, Vizepräsident), Martin Pidoux (Prométerre, Vertreter der Landwirtschaftskammern), Hans Jorg Ruegsegger (Nationalrat, Vertreter der Produzentenverbände) und Markus Rombach (AGRIDEA, Vertreter der landwirtschaftlichen Beratung). Benoit Stadelman (WWF) und David Maradan (HEIG) werden zur Vertretung von NGOs und Forschungsinstituten wiedergewählt, ebenso wie Daniel Imhof (Nestlé) für Industrie und Handel. Johannes Rösti vertritt die Kantone und nimmt als Gast an den Vorstandssitzungen teil.
«Die Klimatransformation der Landwirtschaft wird nicht verordnet – sie wird gemeinsam und auf Dauer aufgebaut», erinnerte Direktorin Aude Jarabo. Sie betonte auch die Notwendigkeit, Ambition, wissenschaftliche Glaubwürdigkeit und wirtschaftliche Tragfähigkeit in Einklang zu bringen, um AgroImpact dauerhaft im Dienst der Schweizer Landwirtschaft zu verankern.
Der im Dezember 2023 mit Unterstützung des Kantons Waadt gegründete Verein AgroImpact vereint Akteure aus der gesamten Wertschöpfungskette mit einer gemeinsamen Mission: die Klimatransformation der Schweizer Landwirtschaft zu begleiten. Zu diesem Zweck bietet er freiwilligen landwirtschaftlichen Betrieben die Erstellung einer vollständigen Kohlenstoffbilanz an und unterstützt sie anschliessend bei der Umsetzung massgeschneiderter Massnahmen, um ihren Klimafussabdruck wirksam und nachhaltig zu reduzieren. Seine wissenschaftlich fundierte Methodik basiert auf den Standards des IPCC und den Anforderungen der Science Based Target Initiative (SBTi). Seine Gründungsmitglieder sind: Agora, AGRIDEA, Agri Fribourg Freiburg, AgriGenève, AgriJura, die Walliser Landwirtschaftskammer, die Landwirtschaftskammer des Berner Jura, die Neuenburger Landwirtschafts- und Weinbaukammer, Earthworm Foundation, die EPFL, der Schweizerische Getreideproduzentenverband, HEG-Genève, HEPIA, Nestlé Schweiz, Proconseil, PROLAIT, Prométerre, die Union fruitière lémanique und der WWF Schweiz.